Sonntag, 12. April Ab 13:00 Uhr
Stolberg Cockerillstraße 90
Eintritt Eintritt frei
Gastgeber Museum Zinkhütter Hof
Sonstiges

Kunstversuch Rotation

Kunstversuch Rotation

Ein Raum, 4 Staffeleien, 4 verschiedene Künstler und ein Percussionmusiker .

Spannender Kunstversuch im Museum Zinkhütter Hof. Die Künstler rotieren von Bild zu Bild und werden dabei von einem Percussionisten begleitet.

Die Künstler stellen sich vor:

 

Sandra Eisenbarth

Die Arbeiten von Sandra Eisenbarth kreisen um gesellschaftliche Gewohnheiten, Rollenbilder und emotionale Lebensrealitäten. In ihren Bildern begegnen uns häufig Tier-Mensch-Figuren, die humorvoll wie nachdenklich zugleich wirken und den Blick auf unser eigenes Verhalten zurückwerfen.

Neben ihrer oft persönlich motivierten Kunst setzt Eisenbarth sich mit politischen Themen auseinander. In ihren Arbeiten gegen Hass und Ausgrenzung verknüpft sie die Geschichte des Nazionalsozialismus mit Themen der Gegenwart, wie Alltagsrassismus und Remigration. Auf Plane gedruckte Motive der Deportation von Juden von 1942 übermalt Eisenbarth dabei mit aktuellen Situationen.

Ihre Materialwahl – darunter gebrauchte Verpackungen, Planen und Karton – verleiht den Werken eine vielschichtige Tiefe: Spuren von Konsum und Alltag verbinden sich mit malerischer Verdichtung. Durch intuitive, körperliche Malgestik, oft direkt mit den Händen, entstehen kraftvolle Bildoberflächen, die zwischen Kontrolle und Zufall balancieren.

Eisenbarth schafft Bildräume, die frei von moralischer Eindeutigkeit sind. Ihre Arbeiten laden dazu ein, gewohnte Denkmuster zu hinterfragen und das Menschliche in all seiner Verletzlichkeit neu zu betrachten.

https://www.sandra-eisenbarth.de/

 

 

Boogie Hebel (Burghard Hebel)

ist Architekt und bildender Künstler in Eupen, Ostbelgien. Sein ART-Loft dient zugleich als Atelier, Wohnraum und Ausstellungsort und bildet den Mittelpunkt seines kreativen Wirkens.

Hebels Arbeiten sind überwiegend monochrom in Schwarz-Weiß gehalten. Die bewusste Reduktion auf Form, Fläche und Kontrast steht im Zentrum seines Schaffens. Geometrische Strukturen und abstrakte Kompositionen prägen seine Bildsprache, in der architektonisches Denken und
strukturelles Gestalten ineinandergreifen.

Sein Werk lädt zur konzentrierten Wahrnehmung ein: Durch Reduktion entsteht Klarheit – und ein reiches Feld an visueller Spannung.

https://boogie-hebel.eu/

 

Poul Brasch

bezeichnet sich als „Bildmacher“ und arbeitet überwiegend figür­lich und narrativ.
Im Zentrum steht immer der Mensch: seine Beziehungen, Abgründe, Sehnsüchte und alltäglichen Situationen.

Seine Technik reicht von Zeichnung über Grafik und Aquarell bis zur Malerei, gelegentlich ergänzt durch skulpturale Arbeiten. Brasch arbeitet handwerklich präzise, aber mit bewusst freiem, expressivem Ausdruck. Linien und Körper werden nicht glatt stilisiert, sondern wirken lebendig, manchmal roh — sie tragen die emotionale Energie des Motivs.

Farben setzt er konzentriert und mit symbolischem Gewicht. Besonders häufig erscheinen erdige, kräftige Töne wie dunkles Rot, das Intensität und Körperlichkeit betont. Trotz erzählerischer Ansätze bleiben seine Bilder offen; sie lassen Raum für Deutung und spiegeln psychologische Zustände, ohne sie eindeutig zu erklären.

Kurz gesagt:
Brasch verbindet erzählerische Figuration, handwerkliche Klarheit und expressive Farb- und Formgebung, um menschliche Themen unmittelbar und vielschichtig erfahrbar zu machen.

https://www.poul-brasch.dk/

 

Ernst Hupke – Konstruktion und Resonanz

Ernst Hupke verbindet in seinem Werk Skulptur, Malerei und Grafik zu einer klaren, Sprache der Form.
Seine Arbeiten entstehen aus der Auseinandersetzung mit Raum, Balance und Material – eine Kunst des Maßes, die Denken und Empfindung vereint.

Skulpturen

Aus Stahl konstruiert Hupke architektonische Formen von strenger Eleganz.
Ob geschweißte Gitterstrukturen oder Cortenstahlobjekte im Außenraum – stets geht es um das Verhältnis von Schwere und Leichtigkeit, Geschlossenheit und Öffnung. Die Skulpturen treten in Resonanz mit Licht, Umgebung und Bewegung des Betrachters.

Malerei und Grafik

Auch in der Malerei bleibt Hupke der Idee der Konstruktion treu. In reduzierter Farbigkeit entstehen architektonische Räume aus Licht und Struktur. Seine Druckgrafiken – etwa das vibrierende rote Quadrat – verdichten diese Gedanken zur puren Form.

https://hupke.blog/

Christoph Haberer, 1951 in Donaueschingen geboren, lebt und arbeitet seit vielen Jahren im Ruhrgebiet.
Als Schlagzeuger, Komponist und Solo-Perkussionist gehört er „zu den beständigsten und kreativeren Musikern der deutschen Jazz-Szene“
(drums & percussion) und bereiste im Auftrag des Goethe-Instituts als Solist und in verschiedenen Formationen Afrika, Indien, Südeuropa, Nordamerika, Skandinavien und China.

Haberer, „der welterfahrene, zwischen ethnologischen Forschungen, Maschinenästhetik und elektronischen Klangphantasien reisende Perkussionist“ (FAZ) wird den „Kunstversuch – die Rotation“ musikalisch einleiten und begleiten.
Mit seinem reichhaltigen Instrumentarium von Gongs, Klangstäben, Trommeln aller Art, sowie mit Elektroniksequenzen aus seinem Soloprogramm „Trommelfarben“ gestaltet er den klanglichen Background, manchmal auch den Gegenpol zum Experiment der vier Künstler:innen.

https://christoph-haberer.de/

 

 

Das Programm

Kunstversuch Rotation, am 12. April 2026

13:00

16:00

Die Künstler rotieren von Bild zu Bild und werden dabei von einem Percussionisten begleitet.