Dauerausstellung

Zink

Mitte des 18. Jahrhunderts gelang es erstmals, Zink aus Galmei zu gewinnen. Bis dahin kannte man das reine Zink nicht. In der Folge entwickelten sich aufgrund der immer noch ergiebigen lokalen Erzlagerstätten und der vorliegenden metallurgischen Erfahrungen die für den Aachener Raum bedeutende Zinkindustrie. Nicht nur Dachrinnen und Fallrohre werden aus Zink hergestellt, sondern auch Gießkannen, Waschbretter, Eimer und vor allem Wannen. Wannen in allen erdenklichen Größen eroberten einst die Badestuben. Bereits Napoleon hatte das Vergnügen, sein Bad in einer Zinkwanne nehmen zu können. So eine Zinkwanne war multifunktional, sie sah nicht nur den Kinderpopo, sie sah neben Wäschebergen auch das drohende Ende des Hausschweins. Und der in der Zinkwanne angerichtete Kartoffelsalat führte aufgrund der unverträglichen Zinksalze häufig zu Übelkeit und Erbrechen. Durch seine Korrosionsbeständigkeit war Zink ein Material, das in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt wurde, von der Backform bis zum Waschzuber. Gewinnen Sie im Foyer des Hauses einen Eindruck der vielseitigen Einsetzbarkeit des Zinks. Von der Massenware bis zur Sonderanfertigung wurde in Stolberg alles gefertigt.

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